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von Matthias Elwart
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22.09.09 |
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Es war kalt und dunkel in den frühen Samstagmorgenstunden am Altonaer Bahnhof. Ein echter Lichtblick waren aber die leuchtend rot-schwarz-weissen Trikots der RG UNI Gemeinde, deren Träger sich aus allen Richtungen auf den NOB-Zug nach Westerland zubewegten. 
Schnell und unkompliziert wurde, in Absprache mit einem überaus netten Zugbegleiter, ein Großraumwagen für Mensch und Maschine okkupiert und schon rollten die Räder (der Bahn natürlich !). Die erste Überraschung zauberte Rolf aus dem mitgebrachten Rucksack; Müsliriegel satt für alle! Etwas trocken, aber egal; fahren auf der Bahn macht halt hungrig ! Die zweite Überraschung kündigte sich kurz vor dem Zughalt in Elmshorn per Handy an. RG UNI-Sponsor Martin Schwier von Veloskop hatte sich am Bahnsteig postiert und nutzte den kurzen Stopp des Zuges um reichlich radsportliche Fachzeitschriften for free reinzureichen. Mit den Radsport-News vor Augen und den Riegeln im Mund war die Bahnfahrt fast zu schnell vorbei.
Die Insel empfing uns mit blauem Postkartenhimmel, angenehmen Temperaturen und kaum Wind. Am Bahnsteig (!) noch schnell den einzigen Platten des Tages behoben und schon startete "Rund-Sylt". Großstadtverkehr in Westerland wechselte sich mit fast menschenleeren Wegen direkt an der Wattseite ab und der UNI-Zug bewegte sich in angemessenem Tempo über die Insel. Fast wäre es zu perfekt auf den Rädern geworden. Also sorgte ein sehr aufmerksamer Kurgast dafür, dass die RG UNI-Mannschaft auch noch eine 500m Laufeinheit absolvieren musste ("...hier im Naturschutzgebiet ist das Radfahren verboten, haben Sie nicht das Schild gelesen...? ) Wie sollten wir denn das Schild lesen? Dafür waren wir mit dem Rad dann doch zu schnell. Über gute Asphaltwege und anspruchsvolle Schotterpisten erreichten wir nach zwei Stunden die ersehnte nördlichste Fischbude Deutschlands. Lecker Fisch, für Ole Currywurst mit Pommes und für alle anderen noch 'nen Eis garniert mit Sonne satt! Müssen wir eigentlich wieder zurück? Die geplante Rückfahrtzeit wurde bei diesen Gegebenheiten jedenfalls einstimmig nach hinten verschoben, auch weil die 20 Kilometer Rückfahrt bis zum Bahnhof noch mit einem Kuchenstopp unterbrochen werden "mussten" und Philipp unbedingt die erst Sportart vom Triathlon in der Nordsee absolvieren wollte! Barfuß und sandig erreichte er auch rechtzeitig den Zug zur Rückfahrt, der wieder in bewährter Weise in Beschlag genommen wurde.
Bei der Rückfahrt dann wieder die üblichen Diskussionen über den Radsport im Allgemeinen und die RG UNI im Besonderen. Natürlich boten auch die 75 gefahrenen abwechslungsreichen und entspannten Inselkilometer und der Sonne sei Dank, auch der eine oder andere rote Körperstreifen genügend Gesprächsstoff für eine kurzweilige Zugfahrt.
Am Altonaer Bahnhof war es dann bei der Rückkehr, nach einem wirklich tollen und spannenden Tag an der See, wieder kalt und dunkel als sich die Meute in alle Richtungen zerstreute.
Oder für die E-bay Generation; "gerne wieder"
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