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2. Europäische Woche in ROT-WEISS PDF Drucken E-Mail
von Christina Lüdtke   
23.09.09

So langsam geht es dem Ende der Straßensaison entgegen und die Vorbereitung der Cyclocrosser laufen auf Hochtouren. Eine gute Auswahl der RG Uni wollte es am vergangenen Rennwochenende aber nochmal wissen. Nach der Hölle des Nordens fand in Bad Bevensen die 2. Europäische Radwoche statt und lockte die Rotweißen an. Am Start standen Norbert Müller, Oliver Ohmsen, Kubilay Yalcinkaya, Jürgen Zühlke, Werner Rodic, Kai Schröder, Axel Probstmeyer, Martin Wiertz, Robert Müller, Martin Deprie, Jakob Graul und meine Wenigkeit.

Als frischgebackener B-Fahrer durfte Torben Rohlfs aufgrund der Ausschreibung nicht starten. Er fuhr aber dennoch nach Bad Bevensen und machte das ganze Wochenende einen klasse Betreuer und Helfer. Vielen Dank dafür! Das Rennwochenende startete am Freitag mit einem Rundstreckenrennen auf einem anspruchsvollen und eckigen 800m Kurs. Eine ruppige Kopfsteinpflasterkurve inklusive. Die Crosser waren also bedeutend im Vorteil. Für mich stand ein Nachtrennen als erste Etappe auf dem Plan. Trotz des kantigen Kurses und den schlechten Sichtverhältnissen blieb das Rennen von Stürzen verschont und ich konnte mir meinen ersten Sieg sichern. Werner wurde bei den Senioren 4 Sechster.

Früh morgens ging es dann weiter mit einem 11,5km langen Einzelzeitfahren. Der Rundkurs hatte es wirklich in sich. Es ging über welliges Terrain und alleine gegen den Wind. Hier machte sicherlich die Materialfrage den goldenen Unterschied. Da ich in der Regel alleine gegen die Uhr eher selten gute Leistung bringe, ging ich entspannt an das Rennen und wurde Fünfte. Kai wurde in der C-Klasse 12. und Werner fuhr auf den achten Platz.


Auf der gleichen Runde wurden am Nachmittag wieder Rundstreckenrennen ausgetragen. Die C-Klasse hatte mit zehn Runden 115km zu absolvieren. Mein Rennen war nur halb so lang, allerdings fand ich das auch mehr als ausreichend. Die Runde verlief genau entgegensetzt zum Zeitfahren und bot zwei saftige Anstiege. Wie bei allen Etappen startete das Frauenfeld mit dem der Senioren 3 und 4 zusammen. Hier konnte sich Jürgen frühzeitig absetzten und fuhr das halbe Rennen von vorne. Zum Ende bekam er nette Gesellschaft von weiteren Seniorenfahrern. Aber schon am nächsten Anstieg bewies Jürgen seine Tretqualitäten und konnte seinen Sieg feiern. Bei mir lief alles auf einen Sprint hinaus, eigentlich meine Stärke. Allerdings kam es bei mir gar nicht soweit, da ich mit einem Senioren 4 Fahrer technische Auseinandersetzungen hatte ;). Martin verpasste ganz knapp seine dritte Aufstiegsplatzierung und wurde Elfter. Oliver Ohmsen wurde Fünfter im Rennen der Senioren 2.

Am Sonntag ging es dann auf den kleinsten Kurs. Die 3 einzigen Kurven versprachen schnelle und harte Rennen in jeder Altersklasse. Den Anfang machte die C-Klasse und es ging gleich spannend los. Der spätere Sieger konnte sich frühzeitig vom Feld absetzten und überrundete das gesamte Fahrerfeld. Gegen Ende setzte sich ein weiterer Fahrer vom Feld ab und sicherte sich den zweiten Platz. Im Feld ging es also um Platz drei, den Martin sich ersprinten konnte und so seine dritte Aufstiegsplatzierung einfuhr.


Für mich stand ein Ausscheidungsfahren an, bei dem in jeder Runder der oder die Letzte ausschied. Meine Taktik hieß also das Rennen von vorne fahren. Die Beine liefen ungewohnt gut und ich konnte das Seniorenfeld kontrollieren. Nachdem die letzte Frau ausgeschieden war, ließ ich mich auch zurück fallen um Kräfte für das letzte Rennen zu sparen und feierte meinen zweiten Sieg. Oliver Ohmsen konnte sich auch heute bei den Senioren 2 platzieren und wurde Sechster. Robert Müller fuhr im Rennen der Jedermänner auf den 12. Platz. Den Schluss machte ich mit einem Rundstreckenrennen auf dem gleichen Kurs. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit waren alle Fahrer, die nicht auf Gesamtwertung fahren wollten, schon abgereist. Übrig blieben vier Frauen und 14 Senioren 3 und 4. Dennoch war das Tempo sehr hoch und schließlich riss das Feld in zwei Teile. Ich konnte mich an das führende Seniorenfeld festbeißen und nach etwa der Hälfte des Rennens fuhr ich einen Rundengewinn zu der bis dato Zweitplatzierten Katharina Garus ein. Damit hatte ich schon die halbe Miete für den dritten Sieg. Allerdings wurde die zweite Hälfte des Rennens lang und länger. Ich kann mich nicht erinnern, wann mir schon einmal so die Beine gebrannt haben. Doch mit eisernen Willen blieb ich an Katharina dran und gemeinsam fuhren wir Hand in Hand über den Zielstrich. Der WA hatte bei diesem Rennen ein wenig den Überblick verloren und die beiden führenden Frauen vertauscht. Besonders groß fand ich die Reaktion von Katharina, die sofort protestierte und versicherte, dass ich gewonnen hatte.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass wir eine Menge Spaß an diesem Wochenende hatten und die RG Uni auf den Podesten präsentieren konnten. Die Europäische Radwoche steht noch in den Startlöchern mit kleinen anfänglichen Schwierigkeiten. Trotzdem ist sie eine äußerst runde Veranstaltung, bei der es sich lohnt dabei zu sein, egal ob als Rennfahrer oder Zuschauer.
 
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