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von Lasse-Jens Fankhänel
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18.10.09 |
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Alle Jahre wieder heißt es Mitte Oktober früh aufzustehen, irgendwie schlaftrunken nach Altengamme zu kommen und zu guter letzt nach Berlin zu radeln. 
Da das 280km lange Mannschaftszeitfahren von Hamburg nach Berlin immer mehr Teilnehmer an den Start zu locken vermag, wurde dieses Jahr die Startphase nach hinten verlängert, so dass wir, Nicholas Zaher, Alexander Frass, Hendrik Zwiener, Lasse Fankhänel und Constantin Ribbentrop als Gastfahrer, als letzte um 7:45Uhr starten und etwas länger schlafen durften. Das war aber schon alles mit den Vorzügen: das Wetter war regnerisch und saukalt...
Wir wollten gemütlich starten, was seinen Ausdruck in einem knappen 42er Schnitt auf den ersten 80km fand. Regen und Kälte ließen ein wenig die Sinnfrage aufkommen, bereits nach wenigen Kilometern waren die ersten Finger gefühllos. Nach zwei Stunden hieß es dann erstmal Kohle sammeln: Lasses nagelneuer Vorderreifen war auf 2cm aufgeschlitzt, zum Glück hatte Nick ein Bündel frischer 50Euro Scheine dabei, so dass wir erstmal weiterkonnten - gut sechs Minuten verloren, alle Anstrengung für die Katz! Fünf Kilometer später erwischte es Nick, sein Mantel blieb wenigstens heil, noch mal fünf Minuten mehr auf dem Konto - wenigstens waren wir die diversen "Windschattenprofiteure", die wir zuvor aufsammelten erstmal los.
Da wir einen Betreuer an der einzigen Kontrolle in Dömitz hatten, konnten wir in Windeseile das lädierte Laufrad wechseln, Getränke aufnehmen und schnell wieder loslegen.
Hinter Dömitz bieten sich mehrere Streckenvarianten an, so dass der Verkehr anderer Teams geringer wird und man recht störungsfrei voran kommt, was uns wieder etwas optimistischer stimmte, auch wenn sich der Kräfteverschleiß immer mehr bemerkbar machte, insbesondere auf der B5, auf der es ab km 140 für 90km geradeaus geht und auf der der Wind oft von der Seite weht. Obwohl die Bundesstraße eigentlich eine Hauptverkehrsader darstellen sollte, ist die Verkehrdichte hier extrem niedrig, so dass wir meist die gesamte Fahrbahnbreite in der Staffel ausnutzen konnten.
Kurz hinter Nauen schien der Sieg mit deutlichem neuen Streckenrekord schon locker in der Tasche, ein fataler Glaube. Kurze Zeit später passierte, was passieren musste: Costantin hängt sich beim Vordermann auf und haut Alex bei 40km/h vom Rad, was von hinten wirklich übel aussah. Der sowieso blendend aufgelegte Alex springt augenblicklich mit einem Satz von der Strasse in den Graben, nimmt sein Rad und fährt sofort in die Führung, der umgekehrte Riis, Respekt! 5km später macht Nick mit folgenden Worten auf sich aufmerksam: "Ich glaube mein Rahmen ist gebrochen!" Tatsache: einmal unter der Sattelstütze durch, an der nächsten Ampel konnten wir die Sattelstütze incl. Rahmenteil mit einem Handgriff vom Restrad befreien... Zum Glück waren wir nicht mehr allzu weit vom Ziel entfernt, so dass wir mit einer Zeit von 7h 17min über die Ziellinie rollen konnte, als erste, nachdem wir 77 Minuten nach dem ersten Team als letzte gestartet waren. Der Nettoschnitt lag bei 39, die vielen Pannen haben doch einiges an Zeit gekostet.
Mehrere weitere RG Uni Starter konnten für gute Ergebnisse sorgen. Jürgen Zühlke fuhr die Strecke nach Ausfall 2er Teamkollegen mit Vitargo-Fahrer Peter Ehrenberg zu zweit und kam lange vor den meisten anderen Teams an. Christian Rave-Borger erzielte an der Seite der "Bunten Hunde" ebenfalls eine sehr respektable Zeit.
Fotos und Ergebnisse |