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1. Lauf zum Harzer MTB Cup |
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von Dirk Petscheleit
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27.04.10 |
Nach einer langen Cross-Saison und der darauf folgenden Pause machte sich ein kleiner Teil der Geländerfraktion der RG-Uni am letzten Wochenende auf in den Harz, um auf nun deutlich breiteren Puschen das Gelände unter die Stollenreifen zu nehmen. Wir, Telse Faust und Dirk Petscheleit, setzten unseren Bulli in Bewegung um die ersten Rennkilometer der neuen Saison in Angriff zu nehmen und vor allem die wichtigste Frage zu klären: "Wo stehen wir jetzt?". Um das Fazit vorweg zu nehmen: Wenn man alleine im Training unterwegs ist, fühlt sich einiges besser an als es in Wirklichkeit ist... Für eine Spitzenplatzierung reichte es bei keinem von uns.
Doch fangen wir vorne an: Wir hatten uns schon am Vorabend am Start in Bad Harzburg eingefunden. Wie im letzten Jahr teilte man sich den großen Parkplatz mit einigen anderen Wohnmobilen. Als die Sonne uns am Sonntag morgen noch vor dem Wecker aufwachen liess, war unser kleiner Bulli schon umringt vom typischen Pre-Race-Treiben: Neben uns wurden Fahrräder montiert, Startbeutel abgeholt, Nummmern angebracht und natürlich aufs vortrefflichste gefachsimpelt ;-)
Nachdem wir unsere Flaschen und Ersatz-Laufräder strategisch optimal positioniert hatten und einen Teil des Startanstiegs (in der Gänze erschreckende 30 Minuten lang) in Augenschein genommen hatten, begaben wir uns zum Start. Punkt 9.45 ging Dirk auf der großen Runde ins Rennen und trieb das Führungsmotorad vor sich her. Mit dabei neben dem Seriensieger des letzten Jahres Stefan Danowski die üblichen Verdächtigen: Lars van der Sloot, Jörg Hüter, Christian Kreuchler, Danny Götze - an Konkurrenz sollte es also nicht mangeln.
Eine Viertelstunde später startete dann auch Telse auf die Mädchenrunde (3 Runden anstatt 5 - 50 statt 80km). In dem zahlenmässig deutlich größeren Feld fanden sich auch bekannte Fahrer wie Andre Kleindienst, Christian Schuldt, Andrè Zamponi und Thomas Zühlke ein.
Der Rennverlauf bei Dirk gestaltete sich wie folgt: Nach dem Start ging es erst einmal mit ein wenig Belauern in den langen erst noch aspahaltierten breiten Anstieg, bis dieser in einem nicht enden wollenden Singletrail bergauf mündete. Schon hier musste ich die Spitzenleute ziehen lassen und sortierte mich dahinter ein. Während vorne ein kräftiges Tempo angeschlagen wurde, ging es dahinter darum eine Verfolgergruppe zu organisieren - was wegen der kräftigen Anstiege nicht gelang. Es wurde relativ schnell ein recht einsames Rennen in dem wir uns mit 3 Fahrern immer wieder beharkten. Der eine fuhr am langen Anstieg davon, der andere überholte im Downhill. Die Positionen im Rennen hatten sich also recht schnell gefunden und so zogen wir unsere Runden. Während sich bei mir in der vorletzten Runde schon Krämpfe bemerkbar machten, ging die letzte Runde dann doch wieder ganz gut und ich konnte nochmal das Tempo forcieren und meine beiden Begleiter abschütteln. Herausgesprungen ist dabei dann ein 8. Platz, der zwar unter meinen Erwartungen blieb, aber doch Hoffnung auf mehr macht.
Das Rennen aus Telses Sicht: Ganz untypisch für mich war ich vor dem Start kein bißchen aufgeregt. Schon da hätte ich stutzig werden sollen. Anders als Dirk konnte ich mich natürlich nicht im vorderen Bereich des Feldes einsortieren und so kam was kommen musste: Stau am Eingang zum Singletrail. Da dieser wirklich sehr steil war, hieß das für mich 10 Minuten zu Fuss im Entenmarsch bergan. Kurz vorm oberen Ende des Trails konnte ich mich dann endlich wieder aufs Rad schwingen um die letzten 20 Minuten des Anstieg auf nun breiteren Wegen in Angriff zu nehmen. Leider musste ich der langen Saisonpause Tribut zollen und meine direkten Konkurrentinnen schon so früh im Rennen ziehen lassen. Weder Kopf noch Beine waren bereit, schon wieder ans Limit zu gehen. Eine schräge Erfahrung. Und so zog ich einigermaßen entspannt meine Runden. Zum Glück konnte auch ich in der letzten Runde noch mal einen drauflegen und den vierten Platz und somit die undankbare Holzmedaille nach Hause fahren. Unterm Strich bleibt noch eine verdammte Menge Arbeit um mich im Laufe der Saison hoffentlich wieder nach vorn zu arbeiten. Eine enttäuschende Erkenntnis. Aber: es kann nur noch besser werden...
Am nächsten Freitag geht es für uns beide nach Italien zur Ralli di Romagna - ein sechstägiges Etappenrennen. Natürlich auf dem Mountainbike. Dort hoffen wir ein wenig Rennhärte zu sammeln, eventuell ein paar gute Platzierungen herauszufahren und uns für die kommenden Abenteuer zu stärken. Wir werden berichten! |