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Fürs das RG-Uni Pfingstrainingslager ging es dieses Jahr nicht in den Harz, sondern in die südlichste Stadt Niedersachsens nach Hannoversch Münden. Die Drei-Flüsse-Stadt (Fulda und Werra münden hier in die Weser) liegt 23km südwestlich von Göttingen und ca. 17km nordöstlich von Kassel im sogenannten Fulda-Werra-Bergland. 
Im Laufe des Freitags trudelten nun gut 30 RG'ler und Externe, mehr oder weniger vom Pfingstverkehr gebeutelt, in der Jugendherberge Münden ein und es wurde eine ersten Runde über 70 km und immerhin schon gut 1000Hm gefahren. Zum warm werden sozusagen. Samstag stand dann die erste richtige Trainingsrunde über 130km und 2300Hm an. Hier galt es, unter anderen den Hohen Meißner (735m ü.N.N.) zu bezwingen, was die zwei Gruppen ('schnell' und 'moderat') schon ziemliche auseinander zog. Spätesten auf dem Gipfel aber kam es dann, wie immer, zum Zusammenschluss. Leider haben wir es versäumt, den dort installierten Stoppomat in Betrieb zu nehmen, und so werden wir nie wissen, wie nah wir dem Rekord von Dirk Müller von 19:30 Minuten gekommen sind. Ist vielleicht auch besser so. Am Sonntag standen dann 175km mit unmerklich weniger Höhenmetern auf dem Plan. Das Highlight war hier sicherlich der Schlenker über die Edertalsperre. Da den ganzen Tag über die Sonne strahlte, konnte man beim Abendessen, das täglich um 18 Uhr bereit stand, den einen oder anderen Sonnenbrand begutachten. Am Montag ging es dann über 90km und noch einmal gut 1500Hm auf unsere Tour d'honour durch das Grimmsche Märchenland hinauf zum Hohen Hagen (480m ü.N.N.), der manchem vielleicht von der Niedersachsen-Rundfahrt oder der Tour d'Energie bekannt ist und bei ersterer immerhin eine Bergwertung der dritten Kategorie darstellt. Wie auch in den Tagen zuvor, eine Tour die keine Wünsche offenließ. Nach dem vierten Tag hatten wir dann gut 460km und fast 7000Hm in den Beinen, nicht schlecht für ein verlängertes Wochenende, wie ich finde. 

Alles in allem ist das Fulda-Werra-Bergland ein hervorragendes Radsportrevier. Wenn dann noch Unterbringung und Verpflegung stimmen, die Touren super zusammengestellt und geführt sind, die Gruppen dizipliniert und rund laufen, das Wetter super ist - dann ist das schon Radsport von seiner allerbesten Seite. Ich wüßte nicht was man da noch besser hätte sein können. Auch wenn meine Oberschenkel jetzt nicht mehr in die Jeans passen. Vielen Dank an Matthias für die tolle Organisation! Bilder, Bilder, Bilder Wo Werra sich und Fulda küssen Sie ihre Namen büssen müssen, Und hier entsteht durch diesen Kuss Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss. Hann. Münden, d. 31. Juli 1899 |