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von Peer Brockhöfer
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15.06.06 |
In Lübeck fand am 11. Juni der Preis der Sparkasse zu Lübeck statt – ein Rundkurs-Rennen auf dem Citti-Parkplatz in Moisling. Vor zwei Jahren fuhr man noch beim Flughafen Blankensee seine Runden auf einem schönen verwinkelten Kurs, diesmal taten es insgesamt vier Kurven. Eine eher langweilige Strecke.
Um 15:15 gingen die Hobbyrennfahrer unter brütender Sonne an den Start und ich mischte mich als einziger RG-Uni-Fahrer unter die anderen 25 Mitstreiter. Ich hatte mir vorher mindestens zehnmal gesagt: „Locker bleiben – mach nicht jeden Scheiß mit und häng dich ins Feld. Sonst wirste hier nix.“ Doch gleich nach dem Startschuss war der Vorsatz komplett vergessen und ich ging mit den Ausreißern mit.
Klassischer taktischer Fehler, denn bei der zweiten von zwanzig Runden musste ich bei Tempo 44 abreißen lassen und rutschte knapp hinters Hauptfeld, dass die vier Sprinter natürlich in Runde Vier oder Fünf wieder einfing. Die Aktion hätte ich mir also sparen können und versuchte nun, mich ausgelaugt im Hauptfeld zu halten, dass noch mal das Tempo anzog. Meine Beine wurden bei 30 Grad im Schatten schwer und schwerer und irgendwann – ich vermute mal vor der zehnten Runde – war ich dann dran. Das Feld riss und ich blieb in der hinteren Gruppe hängen. Und wie sollte es anders sein? Auch die ließen mich kurz darauf in der Gegenwind Passage hinter sich.
Da strampelte ich nun mit einem schwitzenden Mitstreiter ums Einkaufszentrum herum, der kaum Führungsarbeit übernehmen konnte („Ich würde ja gern, aber ich kann nicht mehr!“) Wir zogen unsere Kreise und schnappten noch den einen oder anderen, der uns von vorne entgegen kam. Oder waren es die, die uns von hinten überrundeten, die plötzlich neben mir fuhren? Keine Ahnung.
Am Ende kam für mich immerhin irgendwie der 14. Platz raus. Beim nächsten Mal werd ich mich schön im Feld verstecken. Versprochen! |