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In den Bergen von Braunschweig PDF Drucken E-Mail
von Peer Brockhöfer   
07.07.06

Benjamin Trocha, Peer Brockhöfer und RG-Uni-Neuzugang Stephan Schimming fahren „Rund um den Elm“

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Aussagen Erfahrener Mitstreiter zufolge, sei das Jedermann-Rennen "Rund um den Elm" immer gut organisiert gewesen. Diesmal hatten die Organisatoren vom RSV Braunschweig 1923 nicht ganz so viel Glück. Als Peer sowieso verspätet beim Sportzentrum in der Nähe des Starts in der Jasperallee gelangt war, stand vor ihm eine 30 Meter lange Schlange von Jedermännern, die alle das gleiche wollten: Ihre Startnummern und die Transponder! Offensichtlich war es zu Problemen mit der Zuordnung der Zeitmesser zu den Startnummern gegeben. Es war schon 9:10 Uhr und der Start war für 9:40 Uhr angepeilt. Eine solche Verspätung ist zu verkraften, denn ansonsten war das Event gut organisiert, die 70 Kilometer lange Strecke war gut gewählt und gut gesichert.

Das sahen die Organisatoren ebenfalls so und verschoben den Start. Peer  hat es noch geschafft und reihte sich  gerade rechtzeitig zum Startschuss ganz hinten im Feld ein.

Wie das so ist, wenn man von ganz hinten startet: drängel drängel, um noch eine gute Gruppe zu erwischen und irgendwie kam Peer noch ins zweite Hauptfeld. Beim Ortsausgang konnten sie einen guten halben Kilometer vor ihnen das Führungsfeld sehen. Schöne Sache, wenn einem heißer Sommerwind entgegen bläst und die Sonne brennt. Aber es hilft nichts - die müssen eingeholt werden! Laut dem Kollegen Benny Trocha, der von Anfang an im Hauptfeld fuhr, ging es dort bis zum Elm auch recht locker zu Sache. Daher haben es dann etwa 15 Leute irgendwie geschafft, an das Feld ran zufahren. Da tropfte schon der Schweiß über die Augen auf den Lenker. Und gerade als sie sie gekriegt hatten, bog die Strecke nach links ein – direkt in die Berge.

Kein Fahrtwind, die Rübe kocht unterm Helm und die Beine fangen endlich an zu brennen. Da hilft nur noch eins: hochschalten und hochkurbeln.

Vorne im Hauptfeld hatte Benny auf der Hinfahrt zum bergigen Elm der Übermut gepackt: da das Tempo noch nicht zu hoch war und ein Fahrer vorne raus fuhr, entschied er sich  ebenfalls für eine kleine Attacke. Bei besserer Streckenkenntnis, hätte ihm klar sein können, dass dies 5km vor dem Anstieg keine gute Idee ist. So konnte er sich zusammen mit zwei weiteren Fahrern zwar absetzen, doch das böse Erwachen kam schon auf den ersten Metern des folgenden Anstiegs und schon befand er sich wieder im Hauptfeld und wurde nach hinten durchgereicht.

Wer schon mal in Braunschweig war, wird sagen: "Da gibt es doch gar keine Berge!" Dachte die RG’ler auch. Ist auch so. Wer über Celle nach Braunschweig fährt, hat das Gefühl, die Norddeutsche Tiefebene hört nie auf. Die paar Hügel, die man hier Elm nennt, sind auch das einzige was hier über eine annehmbare Steigung verfügt. Und die ist wahrlich nicht ohne.

Lange rauf, kurz wieder runter,  wieder rauf runter und so weiter, der Spaß hatte nach etwa zehn Kilometern ein Ende, der Wald hörte auf und das total auseinander gefahrene Feld purzelte wieder in die flachen Felder. Und jetzt ging’s ab.  Mit einer schönen heißen 28-Grad-Brise im Nacken sammeln sich die Fahrer wieder. Nach und nach spielt sich das Fahrverhalten ein und die Radler prasseln mit 55 Sachen zurück Richtung Braunschweig. Die Stadt schon wieder sehen und endlich sehen sich auch Benjamin und Peer das erste Mal in diesem Rennen! Und was macht der Benny nach kurzen Palaver?  Fährt 3km vor dem Ziel einfach weg!

Peer blieb nach dem Geacker im Feld, um im Sprint noch was zu bringen und sah Benny mit zwei anderen ab jetzt nur noch von hinten.

In Braunschweig auf der Zielgraden hatte Peer dann Glück. Nach kurzen Gerangel konnte er eine gute Sprintposition erobern, und ab dann hieß es nur noch: Feuer frei! Er konnte sich gegenüber dem Rest des zweiten Hauptfelds behaupten. Benny wartete da schon in der Ankunft. Peer muss das nächste Mal wohl pünktlicher am Start sein, um Benny eins auswischen zu können.

Vereinsneuling Stephan Schimming war zwar dabei – aber nicht unter Teamnamen gemeldet. Im Gegensatz zu Benny und Peer hat er seine Kraft nicht sinnlos beim Attackieren oder von "Hinten-wieder-ranfahren" vergeudet und war knapp zwei Mintuten vor den beiden im Ziel.

Um 12:30 schob unser C-Klasse-Fahrer Daniel Sanne seinen eben grade erst bei Veloskop erstandenen Renner an die Startlinie zum Kriterium auf der Jasperallee. Ob er der Konkurrenz gezeigt hat, wo der Hammer hängt oder welchen Platz er gemacht haben, erfahrt ihr entweder von Ihm direkt, hier auf der Seite oder unter www.bs-trilogie.de.

(Vielen Dank dem RSV Braunschweig 1923 für die Fotos bei der Zielankunft)

46. Schimming, Stephan
 01:45:32.191
56.Trocha, Benjamin 01:47:22.452
59.Brockhoefer, Peer 01:47:39.021

 

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