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Am vorletzten Wochenende fand die diesjährige Austragung der Tour de Wendland statt. Wieder führte das beliebte Jedermannrennen, welches Teilnehmer aus ganz Norddeutschland anzieht, von Freitag bis Sonntag über insgesamt drei Etappen. Wie auch in den Vorjahren war die RG Uni Hamburg zahlenmäßig stark vertreten. Die Vereinsfarben wurden hochgehalten von (in alphabetischer Reihenfolge): Stefanie Anlauf, Ole Benthien, Thilo Blechinger, Thorsten Klassen, Bernd Köhnke, Carsten Leu, Robert Müller, Ole-Christian Plötz, Axel Probstmeyer, Marco Schmidt, Heico Sönnichsen und Alexander Uebel. Ansonsten gab es noch über hundert weitere Starter; wobei das Leistungsspektrum von Teilnehmern, für die die Bewältigung der Distanzen an sich bereits eine Herausforderung dargestellt haben dürfte, über Jugendliche, Triathleten, Seniorenfahrer bis hin zu Lizenzfahrern der C-Klasse mit mehreren Platzierungen reichte.
Am Freitag bildete das bekannte Rundstreckenrennen in Lüchow den Auftakt. Eine acht teilweise als Schikane angeordnete Kurven aufweisende Strecke mit einer Länge von 2km war 25 mal zu durchfahren. Als weitere Herausforderung kam die auch zum Start um 19 Uhr noch herrschende Hitze hinzu, so dass einige Fahrer bereits vor Rennbeginn beim Veranstalter darum baten, auf die eigentlich als Erfrischung nach Zieleinlauf gedachten Getränke, welche teilweise zur Kühlung im Brunnen auf dem malerischen Marktplatz der Stadt deponiert waren, zugreifen zu dürfen. Nach rasantem Start konnte sich Alex Uebel in Szene setzen, in dem er auf den ersten Metern einen Ausreißversuch initiierte und die erste Zieldurchfahrt mit einem kleinen Vorsprung vor dem Feld absolvieren konnte. Direkt im Anschluss gab es einen weiteren Vorstoß mit RG-Uni-Beteiligung, bei dem ein Duo sich für drei Runden an der Spitze zeigte, ohne allerdings einen nennenswerten Abstand zum schon auf ca. 40 Personen reduzierten Hauptfeld herausfahren zu können. Umsicht war bei allen Teilnehmern gefragt, wenn schnellere Fahrer langsamere überrundeten. Auf dem teilweise sehr engen Kurs ereigneten sich im Hauptfeld zwei Stürze, die zum Glück auf einzelne Fahrer beschränkt blieben und glimpflich verliefen. Im Endspurt konnten sich hinter dem Tagessieger aus Berlin, der vier Sekunden Vorsprung herausfuhr, mit Axel Probstmeyer (10.) und Heico Sönnichsen (27.) zwei Fahrer der RG Uni unter den ersten 30 behaupten. Alexander Uebel, der kurz vor Schluss einen weiteren Antritt gesetzt hatte, ohne sich entscheidend lösen zu können, wurde 31., direkt gefolgt vom in der Manier eines Routiniers finishenden Carsten Leu auf Rang 32. Samstag stand die Langetappe an. Nachdem der Veranstalter im Vorjahr unzufrieden mit dem auf damals leicht welligem Kurs größtenteils gemütlich dahinrollenden Feld war, wurde dieses Jahr zur Strafe der schwere Hitzacker-Kurs mit 200Hm auf 20km verordnet, darunter der Kniepenberg mit mehr als 10% Steigung; das ganze für die Hauptklasse sieben Mal zu umrunden. Trotz des frühen Starts stiegen die Temperaturen rasch auf mehr als 30 Grad im Schatten. Zusätzlich zu stationären Verpflegungsstellen an zwei Steigungen wurden vom Veranstalter ab der Rennmitte von einem Pritschenwagen Trinkflaschen direkt an das Feld gereicht, welche dankbar angenommen wurden. Der Wind frischte im Rennverlauf auf, so dass auf dem einzigen flachen Rundenteil, der zuvor Entspannung bot, nun Windkante gefahren wurde. Jede Runde zeigte sich eingangs des steilen Streckenteils wieder, dass etliche Fahrer die korrekte Handhabung des Umwerfers nicht beherrschten und so bei sich und den hinter bzw. neben ihnen fahrenden Konkurrenten für Kurzweil sorgten. Ausreißversuche wurden trotz der Hitze gestartet, endeten jedoch alle vorzeitig. Heico Sönnichsen versuchte, wenige Kilometer vor dem Ziel eine Attacke zu lancieren, wurde aber auf den Grünstreifen abgedrängt. An diesem Tag konnte die rot-weiße Equipe mit vier Fahrern unter den ersten 30 das beste Resultat vorweisen : Axel Probstmeyer (6.), Carsten Leu (18.), Alexander Uebel (23.) und Heico Sönnichsen (29.). Rundengleich kamen Marco Schmidt (40.) und Bernd Köhnke (48.) ins Ziel. Dort war ein Teilnehmer nach dieser Hitzeschlacht derartig erschöpft, dass es ihm erst nach mehreren Minuten und nur unter intensiver Hilfe von Vereinskameraden gelang, von seiner Rennmaschine zu steigen; andere waren so sehr in Delirium gelangt sein, dass sie eine Rückkehr des diesjährigen Eiswinters herbeisehnten. Sonntag fand auf dem selben Kurs das abschließende Einzelzeitfahren über eine Runde á 20km statt. Nun galt es, möglichst beeindruckend vor dem Start sein Spezialmaterial zu präsentieren, um einen psychologischen Vorteil zu erzielen. Hier glänzten die Vereinsstarter teilweise mit fast neuen (vielleicht zu neuen?) Zeitfahrmaschinen, welche größtenteils auch wieder komplett ins Ziel gebracht wurden. Besondere Anerkennung ist Robert Müller geschuldet, der nicht nur seine Rolle zum Warmfahren zur Verfügung stellte, sondern den Kurs als Teilnehmer auch so schnell absolvierte, dass er anschließend rechtzeitig auf den Fahrersitz seines nun zum Begleitfahrzeug umfunktionierten Sport-Kleinwagens wechseln konnte. Dieses Teamplay zog zwar den Neid eines Konkurrenten auf sich, half aber, einen Top-Ten Rang in der Fahrer-Gesamtwertung zu sichern. Bilder und Ergebnisse |